Integrierte Versorgung (gem. §140a SGB V)

Integrierte Versorgung für Menschen mit psychischer Erkrankung ist ein Angebot einiger Krankenkassen, um die Versorgung psychisch erkrankter Menschen zu optimieren. Seit dem 1.7.2012 wird die PHG als Gesellschafter der GPG NRW (Gesellschaft für psychische Gesundheit in NRW) die Integrierte Versorgung für Menschen mit psychischen Erkrankungen anbieten. Dies Angebot gilt zunächst nur für Patienten der Techniker Krankenkasse, der AOK und einiger Betriebskrankenkassen. Mit anderen Krankenkassen werden derzeit noch Verhandlungen geführt.

  Kontakt
Maren Hollweg
PHG Duisburg
Gehrstraße 54
47167 Duisburg
0203 34876-2111
maren.hollweg@phg-du.de


Im Rahmen des Hometreatments (Behandlung zu Hause), eines speziellen Behandlungsansatzes der Sozialpsychiatrie, stellt die PHG ein Angebot zur ambulanten, integrierten und wohnortnahen Behandlung durch erfahrene Fachleute in multiprofessionellen Teams zu Verfügung. In Krisen erreichen Sie unser speziell geschultes Krisenteam auch rund um die Uhr. Dies bieten wir als „fallbezogenes Komplexmanagement medizinischer und psychosozialer Leistungen an“ – also in enger Kooperation und Vernetzung, z.B. mit Vertragsärzten, Psychotherapeuten, Krankenhäusern, Einrichtungen der Sozial- und Jugendhilfe.

Erfahrungen in anderen Ländern, wie zum Beispiel in Finnland und Großbritannien, zeigen große und nachhaltige Erfolge des Hometreatments. Hierdurch werden nicht nur Krankenhausaufenthalte oft vermieden, sondern auch häufige Langzeitfolgen psychischer Erkrankung, wie z.B. berufliche Integration, erneute Krankheitsepisoden oder anderweitige Einschränkungen positiv beeinflusst

Interessierte Patienten können sich bei Ihre Krankenkasse für das Programm „Integrierte Versorgung“ einschreiben (derzeit nur für Patienten der Techniker Krankenkasse, der AOK und einiger Betriebskrankenkassen).

Die speziell qualifizierten Mitarbeiter der PHG werden dann zunächst mit jedem Patienten und Angehörigen alle bestehenden Hilfen koordinieren. Gemeinsam mit dem jeweils behandelnden Arzt werden wir planen, was im jedem Einzelfall notwendige und sinnvolle Unterstützung bedeuten kann. In weiteren Gesprächen werden wir einen Krisenplan arbeiten, bei Bedarf aber auch soziotherapeutische oder pflegerische Hilfen anbieten. Auch psychoedukative Angebote können genutzt werden.

Besonders hervorzuheben ist allerdings, dass für alle Patienten der integrierten Versorgung in Krisensituationen eine Erreichbarkeit einer Fachkraft „rund um die Uhr“ gegeben ist. Sollte es notwendig sein, suchen wir Sie auch nachts zu Hause auf. Auch besteht die Möglichkeit, ein Bett in einer Krisenpension zu nutzen, in der stets eine Fachkraft zur Verfügung steht.